Felix Draeseke Societies: Newsletter August 2010
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IDG

Internationale Draeseke Gesellschaft
e.V. Coburg

   Heiligenberg, im August 2010
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English via Google Translation

Mitteilungen Opus 24
An die Mitglieder, Freunde und Förderer der IDG

Liebe Draeseke – Freunde, Förderer und Mitglieder,
Sehr geehrte Damen und Herren !

Leider müssen wir unsere Mitteilungen dieses Mal mit einer sehr traurigen Nachricht beginnen. Seit ihrer Gründung im Jahre 1986 hat die IDG schon mehrmals den Verlust eines Mitgliedes durch den Tod beklagen müssen. In diesem Sommer allerdings empfanden es viele unserer Mitglieder, die seit Jahren an den Jahresversammlungen teilnehmen, als einen besonders herben Schlag, als die Nachricht vom plötzlichen Tod von Professor Dr. Alan Henry Krueck, dem Präsidenten der INTERNATIONAL DRAESEKE SOCIETY of NORTH AMERIKA, bekannt wurde. Er verstarb am 24. Juni 2010 an den Folgen einer Herzattacke, wie Professor Bob Rej, sein enger Freund, mitgeteilt hat.
Alle, die „unseren Alan“ noch wenige Tage zuvor, nämlich bei der 24. Jahrestagung Anfang Juni in Coburg als freundlich - heiteren und lebhaft engagierten Tagungsteilnehmer erlebt hatten, konnten die traurige Botschaft nur mit großer Betroffenheit zur Kenntnis nehmen, nachdem wir am 26. Juni 2010 die folgende Mitteilung ins Internet gestellt haben:

26. Juni 2010
Professor Dr. Alan Henry Krueck ist am Donnerstag, dem 24. Juni 2010, plötzlich verstorben.

Die 24. Jahresversammlung unserer Gesellschaft ist erst wenige Tage vorbei, und alle teilnehmenden Mitglieder konnten „unseren Alan“ in seiner engagierten und fröhlichen Art wieder einmal erleben! Es sollte ein letztes Mal sein, und es fällt sehr, sehr schwer, diese traurige Tatsache überhaupt erst einmal zu begreifen. Ein selbstloser und wertvoller Mensch ist nicht mehr unter uns. Das macht uns betroffen und sehr traurig. Dennoch müssen wir es hinnehmen.

Gerade in diesen Tagen schreiben wir den Bericht über die 24. Jahrestagung, deren Grundton ein froher und erfolgreicher gewesen ist und der nun unter einem jähen Schatten zu Ende geschrieben werden muss.

Alan Krueck war ein großer Mensch und besitzt über seinen plötzlichen Tod hinaus die hohe Achtung und Wertschätzung vieler Freunde und Weggenossen. Als Kenner und engagierter Förderer der Musik unseres Komponisten Felix Draeseke schafft nun sein Hinscheiden eine große und überaus schmerzliche Lücke.

Hier teilen wir Ihnen den originalen Wortlaut mit, der uns gestern aus Amerika erreicht hat:
Dear Mr. Follert,
It is with great sadness that I write to tell you of the sudden death of Alan Krueck. Alan, whom I have known since high school, died at home on Thursday, June 24th, from an apparent heart attack.

Zum Gedenken an Alan Henry Krueck

Alan Krueck
Professor Dr. Alan Henry Krueck bei der Jahrestagung 2009 - Meiningen

„The Symphonies of Felix Draeseke“ ist die Dissertation betitelt, welche Alan Henry Krueck zur Erlangung des Doktorgrades bei der Universität Zürich 1967 präsentierte. Im gleichen Jahr trat Udo-Rainer Follert im rheinischen Leichlingen unweit Köln ein kirchenmusikalisches Amt an und führte mit der dortigen Kantorei 1982 im Altenberger Dom Felix Draesekes Requiem h-Moll Opus 22 auf. Erst im Nachhinein kann man eine gewisse zeitliche Parallelität wahrnehmen, und leicht ließen sich weitere Details anführen, die belegen, dass vor gut vier Jahrzehnten das Interesse an Werk und Leben von Felix Draeseke neu geweckt wurde. Dass Alan Krueck schon viel früher mit der Musik von Felix Draeseke in Berührung gekommen ist, lässt sich leicht nachvollziehen und belegen. Nachdem Alan Krueck Anfang der neunziger Jahre, als die Gesamtaufführungen des Mysteriums CHRISTUS  in Speyer und Heilbronn stattfanden,  von der Existenz der 1986 gegründeten IDG Kenntnis erhielt, wurde dieser in den USA mittlerweile renommierte Musikwissenschaftler 1992 eines ihrer einsatzfreudigsten Mitglieder. Schon ein Jahr später gründete Alan Krueck in den USA die „International Draeseke Society of North America und hat seinerseits namhafte amerikanische und kanadische Musikologen für Leben und Werk Draesekes interessiert.

Alljährlich gab „unser Alan“ bei den IDG – Jahrestagungen in Coburg seine gewohnt humorvollen Berichte über die Früchte seiner Arbeit in Amerika und belebte die Versammlungen mit Vorschlägen und neuen Zielsetzungen. Im Vorjahr gab Alan Krueck eine gewiss sehr wichtige Initiative bekannt, indem er mitteilte, dass er seiner Universität in Zürich eine ansehnliche Stiftung zukommen ließ, welche der Erforschung von Draesekes „Schweizer Jahren“ dienen soll.

Unter Aufwendung bedeutender privater Mittel schuf Alan Krueck die CD – Reihe „AK-Coburg“ und betrieb mit unermüdlichem Engagement über viele Jahre die Einspielung aller Kammermusik-Werke von Draeseke durch namhafte Künstler aus Amerika und Deutschland. Mit dieser klingenden Draeseke – Werbung konnte Alan Henry Krueck maßgeblich zur Bekanntmachung des Coburger Meisters beitragen und hat sich damit ein bleibendes Denkmal gesetzt.

So ist es auch seinem persönlichen Einsatz zu danken, dass wichtige Orchesterwerke von Draeseke nach den Autographen in Erstdrucken erschienen sind. Aus heutiger Sicht dürfen wir es als sein Vermächtnis ansehen, wenn wenige Stunden vor seinem Tod er in einem Brief vom 22. Juni 2010 diese Zeilen schreibt: „Ich könnte eine neue CD ahnen, Violinkonzert, Sinfonisches Andante und Bertran de Born Ouvertüre. Gibt’s einen Unterschied zwischen Spinnen und Träumen? Beide ergeben Hoffnung.“

Mit Professor Dr. Alan Henry Krueck hat die gegenwärtige neuere Felix Draeseke Bewegung einen ihrer engagierten  Pioniere verloren. Sein Vermächtnis ist Verpflichtung. Mit Dank, Anerkennung und hohem Respekt verneigen wir uns vor diesem abgeschlossenen Leben und verharren in stiller Trauer.

INTERNATIONALE DRAESEKE GESELLSCHAFT  Coburg e.V.
Im Namen der Mitglieder und des Vorstandes
KMD Udo-Rainer Follert

Leider konnte nun eine zeitnahe Berichterstattung zur 24. Jahrestagung Anfang Juni 2010 in Coburg aus naheliegenden Gründen nicht realisiert werden. Wir holen das hier nach, weisen aber zunächst auf den 175. Geburtstag von Felix Draeseke
am 7. Oktober  2010
hin und machen auf die aus diesem Anlass geplanten Veranstaltungen in Bad Rodach und Coburg aufmerksam.

Der Bericht von der 24. Jahrestagung der IDG wird hier unverändert mitgeteilt:
 
Heiligenberg, im Juni 2010

An alle Draeseke - Freunde und Mitglieder,
Sehr geehrte Damen und Herren !
Ich grüße Sie im Namen des Vorstandes ganz herzlich von der  24. Jahrestagung der Internationalen Draeseke Gesellschaft Coburg e.V., die vom 04. bis  06. Juni 2010 in Dörfles-Esbach und Coburg stattgefunden hat. Sie erhalten hier einen Bericht von der Mitgliederversammlung und von den weiteren Veranstaltungen im Verlaufe dieser Jahrestagung. Hier weise ich nochmals auf die neue Geschäftsadresse der IDG hin und bitte um Beachtung:

IDG Coburh e.V.
Fürstenbergstraße 9
88633 Heiligenberg

Telefon: 07554 – 9899 522
E-Mail: urfollertlkmd@t-online.de

Zunächst hatte es den Anschein, dass unsere Jahrestagung dieses Mal vom Wettergott nicht sehr günstig begleitet werden würde. Umso an-genehmer war dann das Erlebnis einer durchgehend sonnigen Jahrestagung bei hochsommerlichen Temperaturen. 26 Mitglieder – Draeseke - Freundinnen und –Freunde – reisten aus den verschieden-sten Teilen Deutschlands zum Teil schon am Fronleichnamstag an, und man traf sich an diesem Feiertagsabend zu einem inoffiziellen Tagungsauftakt bei oberfränkischen Speisen und Getränken im Land-haus Kaiser in Dörfles-Esbach, dem bewährten Tagungslokal seit vie-len Jahren. Die Gespräche drehten sich selbstverständlich in erster Linie um unseren Meister Draeseke! Aber auch die sonstigen „Dinge in der Welt“ kamen nicht zu kurz.

Mit der Mitgliederversammlung am Freitag, dem 3.Juni 2010 wurde die  24. Jahrestagung nachmittags um 15.00 Uhr im Saal vom Landhaus Kaiser eröffnet.

Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde in einer kurzen Gedenkansprache an unser Ehrenmitglied Frau Edith Voigt erinnert, die im 99. Lebensjahr am 31. Dezember 2009 in Passau verstorben ist. Frau Edith Voigt war als die „Seele“ des Musikverlages Kistner & Siegel in Leipzig mit den musikalischen Werken vieler bedeutender Komponi-sten gut vertraut. Nach Gründung der IDG im Jahre 1986 half Frau Voigt sehr engagiert, die Werke von Felix Draeseke für die musikalische Welt zu erhalten und  war somit der Wiederentdeckung Draesekes und der Wiederbelebung seiner Werke seit 1982 eng verbunden. 1982 half Edith Voigt, das Material für die Aufführung des Requiems h-Moll, Opus 22 zu beschaffen und stand damit am Beginn der neueren Draeseke-Renaissance. Die IDG ist Frau Edith Voigt zu hohem Dank verpflichtet.

Die Beisetzung fand am 15. Januar 2010 auf dem Friedhof Passau Haidenhof statt. Der Vorstand der IDG kondolierte den Hinterbliebenen und ehrte die Verstorbene mit einem Blumengruß. Die Mitgliederversammlung ehrte Frau Edith Voigt mit einem stillen Gedenken.


Nach Eröffnung der JT wurden alle 26 Mitglieder begrüßt und als Gäste Herr Dr. Hans Hoffmann mit seiner Gattin Helga, wie auch Herr Dr. Peter Müller als Berichterstatter für die Neue Presse Coburg, willkom-men geheißen. Grußadressen von Peter Pfeil von der Friedrich Kiel Gesellschaft und unseren Mitgliedern Martin Jacob, Wuppertal,  Marie-Luise Martin, Karlsruhe und Prof. Dr. Bob Rej, USA wurden verlesen, bevor das Protokoll der 23. Tagung 2009 mitgeteilt und von der Versammlung angenommen wurde.

Prof. Dr. Helmut Loos, unser Präsident, kündigte die Fortsetzung der wissenschaftlichen Schriftenreihe an. Nach Erscheinen von Band VII vor einigen Jahren rücken nunmehr die Draeseke–Briefe in den Mittelpunkt wissenschaftlicher Arbeit, denn die Herausgabe der Briefe ist für die Forschung von ganz besonderer Bedeutung. Nun muss das umfangreiche Material gesichtet, geordnet und für eine Edition vorbe-reitet werden. Dieses Feld wird uns in der nächsten Zeit stark in An-spruch nehmen. Mit der Angabe von Terminen soll man freilich vorsich-tig sein, aber für das Erscheinen der Briefe liegt eigentlich ein Termin nahe: mit gebotener Zurückhaltung wird das Jahr 2013 (100. Todestag von Felix Draeseke) genannt.

Dann stellte Dr. Loos die neue Biografie von Dr. Hans Hoffmann vor und dankte dem anwesenden Autor für die wohlgelungene Arbeit.

Dr. Hans Hoffmann hat eine ansehnliche Reihe von Musiker – Büchern geschrieben. Vor seiner Draeseke – Biografie erschien im Wiener Amalthea–Verlag z.B. sein Dvorak–Buch „Aus der Neuen Welt“, des-sen Lektüre ohne jeden Zweifel bereichert! Hoffmann macht es einem durch seinen lockeren Erzählstil leicht, sich mit dem geistigen Umfeld Draesekes in der zweiten Hälfte des 19. Jhdts. vertraut zu machen und dessen durchaus steinige Musikerlaufbahn besser zu verstehen. Das gilt übrigens auch für andere von Hoffmann verfasste  Musiker–Lebensbilder. Solche existieren z.B.  auch zu Schubert, Beethoven, den beiden Haydn - Brüdern und den Mozart – Söhnen. Wann und woher erfährt man schon etwas gerade über die Letzteren??  - „Felix Draeseke – Ein großer unter den Vergessenen“ erschien im Gudrun Schröder Verlag Leipzig, und das Buch kommt in ansehnlicher Aufmachung daher! Die 1. Umschlagseite ziert ein sehr schönes Aquarell, welches Draesekes Wahlheimat Dresden aus jener berühm-ten Perspektive mit Brücke, Frauenkirche, Schloss und Hofkirche zeigt. Gemalt hat das schöne Aquarell Frau Erika Palme, und ich möchte ihr im Namen der IDG sehr herzlichen Dank sagen, dass sie mit ihrer Kunst unserem Buch ein so anziehendes Erscheinungsbild geschenkt hat!

Das Buch kosten im Laden 15,00 Euro – die Mitglieder bekommen es für 10,00 Euro und fleißiger Erwerb ist hoch willkommen nach einem bekannten  Motto: „Ihr Leute kauft, ihr Leute kauft…“

Nun zurück zur Tagung: Dr. Loos teilt noch mit, dass unser Mitglied Gisela Wiemer eine Doktorarbeit zum Thema „Die Kirchenmusik von Felix Draeseke“ schreibt. Dazu sei an dieser Stelle guter Erfolg und baldige Fertigstellung gewünscht.

Im Bericht der Geschäftsführung konnte auf eine Zunahme von gesen-deten Draeseke–Werken verwiesen werden. Sehr oft wird Kammermusik gesendet, aber auch Lieder und die Sinfonien werden berücksich-tigt. Relativ oft kommt die Serenade zur Sendung.  Viele solcher Hinweise erhalten wir von Peter Pfeil! Herzlichen Dank. Leider kann von Draeseke–Werken in öffentlichen Konzerten in 2009 nichts berichtet werden. Das sollte sich ändern!

Das Christus–Mysterium stand während der letzten Jahre im Zentrum unserer Arbeit an den Noten–Ausgaben. Über den jeweiligen Stand wurde oft berichtet. Den vielen Geldgebern haben wir schon mehrfach unseren Dank zum Ausdruck gebracht. Die Arbeiten an der Herstellung der Druckvorlagen für die vier großen Dirigierpartituren zogen sich be-kanntlich über Jahre hin. 2009 war der Notensatz fertig. Im März 2010 wurden die letzten Korrekturen anhand der Handschrift von Draeseke erledigt. Nun haben wir bei der Versammlung einen Ausdruck der Parti-turen von Vorspiel,  1. und 2. Oratorium vorgelegt. Das ist nun eine ge-waltige Leistung, und für erhoffte Teil – oder auch Gesamtaufführungen des genialen Werkes steht das Aufführungsmaterial zur Verfügung! Wer wird sich nun dran wagen?  Wo sind die mutigen „Mendelssöhne“ des 21. Jahrhunderts? (Dieser frühere Felix hatte bekanntlich 1829 Bachs Matthäuspassion der Vergessenheit entrissen). Bei den Noten-ausgaben hat unsere Gesellschaft an großen Werken bisher die Sinfonien 3 und 4 (Tragica und Comica), die Ouvertüre zu „Bertran de Born“  veröffentlicht. Ob das Mysterium in Verlag genommen oder auf andere Weise veröffentlicht wird – darüber muss noch entschieden werden. Die Partitur zum „Sinfonischen Andante“ ist ebenfalls fertig und dürfte noch in diesem Jahr erscheinen.

Inzwischen sind auch die Druckvorlagen zum Klavierauszug für das im letzten Jahr in Meiningen uraufgeführte Violinkonzert fertig und konnten bei der Versammlung vorgezeigt werden, was Freude aufkommen lässt! Immerhin nimmt diese Arbeit auch schon einige Zeit unsere Aufmerksamkeit voll in Anspruch. Das alles sind gewiss Highlights unserer Gesellschaftsarbeit, aber einen echten „Knüller“ darf ich hier nicht unerwähnt lassen: als einer der besten Draeseke - Kenner der Gegenwart ist Prof. Wolfgang Müller-Steinbach anzusehen – Komponist, Pianist und Professor in Mannheim – und IDG – Mitglied! Gleich nach der Uraufführung des Violinkonzerts 2009 in Meiningen ließ er sich von einem gewissen „Virus“ (es handelt sich um den „Na mach mal – Virus“) anstecken und…machte sich an die Instrumentierung des Konzerts! Heute kann vermeldet werden, dass alle Sätze neu instrumentiert sind! Das Original–Material ist bekanntlich verschollen, wahrscheinlich ein trauriger Totalverlust – wie so vieles eine Folge des schrecklichen Krieges. Ich begrüße solche Taten, weil sie unsinniger Zerstörung trotzen und dem Leben dienen. Draeseke hat in Dresden geschaffen; die Frauenkirche ist neu erstanden – Draesekes Violinkonzert ist neu er-standen – nun kann es in der Orchesterfassung erklingen und der Musikwelt neu geschenkt werden. Ganz gewiss, liebe Freunde, ist auch dieses Konzert „Ein Großes unter den Vergessenen“.

Unser Vorstandsmitglied und Leiter der nordamerikanischen IDG (IDS/NA) Dr. Alan Krueck stellt den kompletten Abschluss der von ihm edierten CD – Reihe AK-Coburg in Aussicht, wenn es bald gelingt, in dieser Reihe auch das Klavier-Quintett Opus 48 neu einzuspielen. Und das bedeutet: sämtliche Kammermusiken von Don Felix sind greifbar, können also gekauft und – verschenkt werden. Auf diese Weise kann für unseren Meister viel und gut Werbung gemacht werden!! Leider kann Alan Krueck von größeren Aufführungen in Amerika nichts berichten. Etwas gegen die sog. „Mc Donaldisierung“ der Kultur aktiv zu unternehmen, hat demnach auch im Lande der unbegrenzten Mög-lichkeiten seine Grenzen! Der lästigen Genügsamkeit des lieben Publikums sowie der Veranstalter muss eben beharrlich mit Aufklärung entgegen getreten werden.

Vor seinem eigentlichen Bericht las Prof. Alan Krueck eine Grußadres-se von Brigitte Draeseke in Magdeburg, die er vor der JT persönlich besuchen konnte. Frau Draeseke durfte im März 2010 in Magdeburg ihren 80. Geburtstag feiern. In einem konzertanten Gottesdienst wurde sie beglückwünscht und angemessen musikalisch geehrt – selbstver-ständlich mit Musik von Don Felix. Zu hören waren Lieder und Klavier-musik. Die Vorstandsmitglieder Follert & Follert gratulierten persönlich und im Namen der Gesellschaft und übergaben als Geschenk die damals noch druckfrische Biografie von Hans Hoffmann.

Dass zu einer Mitgliederversammlung gemäß guter und bewährter Ver-einsmanier auch ein Kassenbericht, ein Kassenprüfungsbericht und eine Entlastung des Vorstandes gehören – das ist klar und wurde auch erledigt. Hier ist Herrn Albrecht Tauer, dem Leiter der Kulturabteilung der Stadt Coburg sehr zu danken, dass er schon viele Jahre die Prü-fung unserer Kasse am Jahresbeginn vornimmt und dies auch in Zu-kunft  zu tun bereit ist.  Es steht alles bestens, darf angefügt werden. Aller vier Jahre ist der Vorstand neu zu wählen; auch das war bei dieser MV dran, und der neue Vorstand sei hier vorgestellt:

  1. Vorsitzender:  Prof. Dr. Helmut Loos
  2. Vorsitzender und Geschäftsführung:  KMD Udo-Rainer Follert, LKMD i.R.

Leiter der IDS/NA: Prof. Dr. Alan Krueck, USA
Kassenführung: TOAR Dipl.Ing. Heinz Ebert
Schriftführung: Uta Helene Follert

Unsere IDG geht nun in ihr 25. „Lebensjahr“ und es stehen ein paar bedeutende Feste an. Diese Tatsache stand dann im Mittelpunkt der Diskussionen. Unmittelbar vor uns liegt die Ausgestaltung des 175. Geburtstages von Felix Draeseke. Dazu sind Planungen für Feierlich-keiten im Gange, die vom 7. bis 10. Oktober 2010 in Coburg stattfinden sollen. Konkret in der Planung sind zwei Veranstaltungen.  Unser Mit-glied Bernhard Forster (Solo-Oboist beim Coburger Orchester und Draeseke–Interpret) stellte der Versammlung ein Programm vor, dass die zwei Jubilare von 2010 – Robert Schumann und Felix Draeseke - mit ihren Werken ehrt. Dieses Kammerkonzert findet am Freitag, dem 08. Oktober um 17.00 Uhr in der Aula des Gymnasium Casimirianum statt. Bernhard Forster wird zusammen mit seinen Kollegen vom Coburger Orchester musizieren, nämlich mit Andreas Hilf (Viola) und Edgar Eichstädter (Klarinette). Und auch den Pianisten des Festkonzertes gab Forster der Versammlung bekannt: Antonio Grimaldi aus Zürich.

Am Samstag, den 09. Oktober 2010 kommt es zu einer schönen Zu-sammenarbeit mit dem Rückert–Kreis Bad Rodach, welche schon im Vorjahr langfristig verabredet wurde. Die Veranstaltung steht unter dem Titel  "Ich weiß der Lieder viele" – Uta Helene und Udo-Rainer Follert gestalten einen literarisch-musikalischen Abend um Felix Draeseke Friedrich Rückert, und der wird im Jagdschloss zu Bad Rodach statt-finden. Der Beginn ist für 17.00 Uhr geplant, muss aber noch bestätigt werden. An Draesekes Geburtstag selbst, also am Donnerstag, dem 07. Oktober 2010 ist ein Festakt geplant. Einzelheiten dazu werden später noch mitgeteilt. Im Mittelpunkt wird die Präsentation einer Relief - Darstellung des 24jährigen Draeseke stehen, ein Kunstwerk, welches der junge florentinische Künstler Flavio Orellano geschaffen hat. Unser Mitglied Dr. Roland Würtz stellte das Kunstwerk bei der MV vor, als über die Planungen diskutiert wurde. Als würdevollen Abschluss wäre ein festlicher Gottesdienst in der Morizkirche sehr wünschenswert, und dazu sollen die nötigen Kontakte bald aufgenommen und Gespräche geführt werden.

Frau Annerose Röder, Mitglied der IDG, wird im Rahmen ihrer regel-mäßigen Orgel – Matineen am 7. Oktober 2010 um 11.00 Uhr in Sonneberg auf Draesekes 175. Geburtstag Bezug nehmen. Auf dem Programm werden u.a. auch die Christus-Suiten für Orgel von Friedhelm Streller stehen.

Diskutiert wird im Blick auf eine effektivere Resonanz in Coburg selbst die Wichtigkeit enger Kooperation mit hiesigen Kulturinstituten. Ange-sichts der kommenden Draeseke – Jubiläen soll auch mit dem Landes-theater Kontakt aufgenommen werden.
Auf dem Planungsfeld werden weitere Anregungen besprochen:

  1. eine nach pädagogischen Gesichtspunkten zu planende Studienausgabe der Violinen – Suite
  2. Neuausgabe der Klarinetten – Sonate; der Mangel der vorliegenden Ausgabe: es fehlt die von Draeseke verlangte Violinenstimme als Alternative

Beim Gedankenaustausch zu den Vorhaben für die Draeseke – Jahre 2011 bis 2013 werden die terminlichen und lokalen Festlegungen von 2009 bestätigt, d.h.

  1. 2011 – 25 Jahre IDG:
  2. Jubiläums-Mitgliederversammlung
  3. Wissenschaftliches Symposium
  4. 2012 – 100. Wiederkehr der 1. Gesamtaufführung des  CHRISTUS in Berlin / Dresden
  5. Die großen Konzertchöre in Deutschland sollen über den VDKC informiert und zu Aufführungen ermuntert werden. Die Aufführungsmateriale liegen bereit.

Auch das Thema  „Verbund musikalischer Förder-Gesellschaften“  kommt kurz zur Sprache. Die Umsetzung der im Vorjahr verabredeten Vorgehensweise steht leider noch aus. Aber das Projekt ist nach wie vor sehr wichtig und soll angegangen werden.
Zum Abschluss der MV sind Danksagungen am Platze: Dank gebührt:

  1. dem Kunstverein Coburg e.V. für erwiesene Gastfreundschaft und für die vorbildliche Zusammenarbeit bei dieser JT;
  2. der Niederfüllbacher Stiftung für die Unterstützung bei der neuen Biografie von Hans Hoffmann;
  3. der Kulturabteilung der Stadt Coburg für die Unterstützung bei dieser Jahrestagung
  4. Prof. Bob Rej im fernen Amerika für die Betreuung der Website

Für die Aktualisierung der Homepage soll intensiver gesorgt werden als bisher. Dazu braucht der Webmaster stets aktuelle Berichte von der deutschen Seite. Diese hat Besserung zugesagt.

KMD Follert weist noch auf die Veranstaltungen bei der 24. JT hin und lädt ein: Autorenlesung im Casimirianum - Führung durch die Rückertausstellung - Kammer-Konzert im Pavillon des Kunstvereins - und schließt den offiziellen Teil der Mitgliederversammlung kurz nach 17 Uhr.

Autorenlesung im Casimirianum
Um 19.30 Uhr beginnt in der Aula des traditionsreichen Casimirianum die Vorstellung der neuen Draeseke – Biographie von Dr. Hans Hoffmann.

Autorenlesung im Casimirianum


Das Violinduo Christoph – Friedemann & Marie – Luise Dingler liefert die musikalischen Beiträge; es kommen Werke von Francis Chagrin, Ferdinand Fraenzl und Felix Draeseke zur Aufführung.

Den Abend kommentiert Dr. Peter Müller in der „Neuen Presse“:
-„…In seiner Lesung machte der Musik- und historisch ambitionierte Literaturfreund Hoffmann die Hintergründe im Umschwung zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik auch in ihren Auswirkungen auf den Nationalcharakter der Künste deutlich. Sein lockerer und von Wiener Charme geprägter Vortrag zeigte wie das Buch einen musiktheoretisch Umgetriebenen, der zwischen Dresden, Liepzig, Coburg und zeitweise einem „Schweizer Exil“ die Musik zur Vernunft bringen will. Wie spannend und dramatisch sein Weg einer neuen progressiven Musik ist, zeigte das geschwisterliche Violinduo Christoph und Marie-Luise Dingler schon in den Zwischenspielen zur Lesung von Hans Hoffmann in der Aula des Casimirianum. Mit leidenschaftlichem, jungen und feurigen Spiel interpretierten sie Draesekes „Suite op. 85“…“

Friedrich RückertFührung durch die Ausstellung: Am Samstagmorgen (05. Juni 2010) besuchten die IDG – Mitglieder die hoch interessante Ausstellung in der Landesbibliothek Coburg zum Thema „Friedrich Rückert – Übersetzer persischer Poesie und des Korans“. Überaus fachkundig und kompetent erläuterte Herr Edmund Frey von der LB die von ihm konzipierte Ausstellung, und die Anwe-senden erlebten eine faszinierend lehrreiche Stunde über das Schaffen des großen Dichters. Felix Draeseke hat wie viele andere Komponisten Texte von Friedrich Rückert vertont. Seine bedeutendste Rückert – Vertonung ist das Adventlied für Solisten, Chor und Orchester. Diese Dichtung von Rückert ist im Evangelischen Gesangbuch unter der Nummer 14 nachzulesen und ist dort zu überregionalen Ehren gekommen.

Zur Ausstellung wurde ein sehr informatives Begleitheft angeboten, in dem Edmund Frey die Exponate auch schriftlich vorstellt.

Kammer-Konzert im Pavillon des Kunstvereins

Dank der vorbildlichen Zusammenarbeit von Kunstverein Coburg e.V. mit der IDG schon seit vielen Jahren konnte am Samstagabend um 19.30 Uhr erneut ein bemerkenswertes Konzert im Pavillon des Kunstvereines im Hofgarten stattfinden. Im Mittelpunkt des diesjährigen Festkonzertes stand das Sinfonische Andante WoO 11 für Violoncello und großes Orchester; hier allerdings in einer Wiedergabe für Cello und Klavier. Den Klavierauszug hat Wolfgang Müller-Steinbach gründlich überarbeitet und die von Draeseke nur angedeuteten Kadenzen in dem Werk komplett ausgeschrieben.

Wie schon an anderer Stelle mitgeteilt, erscheint dieses Cello-Konzert von Felix Draeseke als Band Nr. 20 in der Reihe der Musikwerke im Nordstern – Verlag Stuttgart, so dass damit Dirigierpartitur und das ge-samte Aufführungsmaterial für Aufführungen bereitliegt.

Kammer-Konzert im Pavillon des Kunstvereins

Jetzt geben wir eine Rezension zum Konzert wieder, erschienen im:

Coburger Tageblatt Feuilleton 07. Juni 2010
JAHRESTAGUNG
Die „Internationale Draeseke - Gesellschaft" traf sich in Coburg.
Von unserem Redaktionsmitglied JOCHEN BERGER

Weit ausschwingende Melodien
Felix Draesekes „Sinfonisches Andante" für Cello erlebte am Samstag seine Coburger Erstaufführung im Kunstverein. Interpreten waren die Cellistin Barbara Thiem und der Pianist Wolfgang Müller-Steinbach.

Wo hat Felix Draeseke seine stilistische Heimat in der Musikgeschichte?

Ein Kammerkonzert mit der Cellistin Barbara Thiem und dem Pianisten Wolfgang Müller-Steinbach im Vortragssaal des Kunstvereins bot am Samstag die Möglichkeit zur Standortbestimmung des vor 175 Jahren in Coburg geborenen Komponisten. Umrahmt von der B-Dur-Sonate von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Claude Debussys „Sonate pour violoncelle et piano" aus dem Jahr 1915 war Draesekes „Sinfonisches Andante" für Cello und Orchester in einer Adaption für Cello und Klavier zu erleben.

Mit energischem Gestus und zumeist kraftvoller Tongebung, aber auch mit lyrischer Intensität musizierte Barbara Thiem zum Auftakt Mendels-sohns 1. Cellosonate B-Dur. In routiniertem, sicherem Zusammenspiel mit dem unangestrengt versiert agierenden Pianisten Wolfgang Müller-Steinbach ging es nicht vorrangig um filigran formulierte Details, son-dern um die Entfaltung möglichst natürlich fließender melodischer Linien.
Claude Debussys Cellosonate, im Sommer 1915 und damit nur zwei Jahre nach Draesekes Tod entstanden, war dann vor der Pause eine anspruchsvolle gestalterische Herausforderung. Das ebenso virtuose wie farbenreiche Werk war in einer engagierten, spannungsvollen Wie-dergabe zu erleben.

Im Mittelpunkt des Interesses stand dann nach der Pause die Coburger Erstaufführung von Draesekes „Sinfonischem Andante". Das 1876 komponierte Werk - Draesekes unvollendet gebliebene letzte Kompo-sition seiner Schweizer Jahre — war in einer Klavierfassung Wolfgang Müller-Steinbachs zu hören, der auch die von Draeseke nur verbal skizzierten Kadenzen ergänzt hatte. Müller-Steinbach übernahm am Klavier zudem wiederum sehr versiert die Aufgabe, den farbigen Orchesterpart möglichst plastisch zum Klingen zu bringen. Das ausgedehnte einsätzige Werk — formal an einen Sonatensatz erinnernd — ergeht sich oftmals in sehr weit ausschwingenden melodischen Formulierungen. Interesse verdient es durch seine stilistische Mittlerrolle in Draesekes Werk zwischen dem von Liszt und Wagner beeinflussten Frühwerk und dem eher klassizistisch anmutenden Stil seiner reifen Jahre.

Barbara Thiem setzte sich wiederum mit großer gestalterischer Intensität für dieses Andante ein. Gemeinsam mit Müller-Steinbach wurde sie dafür vom Publikum mit ausdauerndem Beifall bedacht. Als Zugabe erklang schließlich noch Draesekes „Barcarole" op. 11 für Cello und Klavier.

Nach dem Konzert dankte Herr Joachim Goslar, der 1. Vorsitzende des Kunstvereins Coburg e.V., den Ausführenden für das gelungene Konzert und brachte den Wunsch auf ein weiteres Zusammenwirken zum Ausdruck. KMD Follert dankte seinerseits den Künstlern im Namen der IDG und verwies auf die kommenden Veranstaltungen zum Gedenken an den 175. Geburtstag von Felix Draeseke vom 7. bis 10. Oktober 2010.

Mit dem Konzert endete die 24. Jahrestagung der IDG.

Hier folgt noch eine zusammenfassende Übersicht zu den Ereignissen der 24. Jahrestagung in Coburg:

Mitgliederversammlung

    • Gedenken an Edith Voigt, gest. 31.12.2009
    • Neuwahlen: Bestätigung des bisherigen Vorstandes
    • Draeseke – Biographie von Hans Hoffman
    • Dr. Würtz übergibt Draeseke – Relief
    • Vorschau 175. Geburtstag von Draeseke
    • Terminliche und inhaltliche Bestätigung der nächsten Draeseke – Jubiläen 2011 bis 2013

Programm der Jahrestagung

    • Autorenlesung Hans Hoffmann „Felix Draeseke – ein Großer unter den Vergessenen“ – Musik: Violinduo Geschwister Dingler
    • Edmund Frey führt IDG – Mitglieder durch die Rückert-Ausstellung der LB
    • Großes Konzert mit Barbara Thiem und Wolfgang Müller-Steinbach

Zur Biographie von Dr. Hans Hoffmann
 „Felix Draeseke – ein Großer unter den Vergessenen“

Liebe Mitglieder und Freunde! Die Biographie von Hans Hoffmann ist nunmehr auf dem Markt und soll für unseren Komponisten in weiten Kreise Interesse wecken und für seine Musik werben.

Das Erscheinungsbild des Buches ist ausgesprochen gelungen! Die erste Umschlagseite ziert ein Aquarell, welches den berühmten Blick auf Frauenkirche, Schloss und Hofkirche von Dresden wiedergibt. Die Künstlerin Erika Palme aus Pully in der Schweiz stellte ihr Dresden – Aquarell kostenlos zur Verfügung, und die INTERNATIONALE DRAESEKE GESELLSCHAFT e.V. dankt an dieser Stelle sehr herzlich für dieses Wohlwollen! Umso bedauerlicher erscheint im Nachhinein eine unbeabsichtigte Unterlassung. Zwar kann man mit einiger Mühe das Signum der Künstlerin auf dem Umschlagbild erkennen, aber es wäre selbstverständlich richtig und angemessen gewesen, wenn ihr Name im Impressum abgedruckt worden wäre. –  Verlag und Vorstand der IDG entschuldigen sich für das Versehen hier in aller Form.

Erika Palme – Dresden, Blick auf Frauenkirche, Schloss und Hofkirche
Erika Palme – Dresden, Blick auf Frauenkirche, Schloss und Hofkirche

Wir bitten sehr um Verständnis, wenn die farbigen Originale hier aus Kostengründen nur  schwarz-weiß erscheinen können und hoffen,  dass damit die Neugier auf das Original gestei-gert werden konnte.

Der folgende Text von Hans Hoffmann findet sich auf der vierten Umschlagseite der Biographie und eignet sich gut zur weiteren Ver-wendung als Werbetext für diese Neuerscheinung in der Reihe der Veröffentlichungen der IDG.

Umschlagseite der Draeseke – Biographie von Hans Hoffmann, MondseeFELIX DRAESEKE — EIN GROSSER UNTER DEN VERGESSENEN
In seiner „Sturm — und Drang — Zeit" zählte Felix Draeseke zu den progressivsten Vertretern der hauptsächlich durch Franz Liszt und Richard Wagner repräsentierten „neudeutschen Richtung". Später näherte sich sein Stil aber klassischen Vorbildern und er wandte sich vehement gegen all jene „Wagnisse und akustischen Versuche", durch die vor allem Richard Strauss für kontroverse Diskussionen in der Musikwelt sorgte. Der spannende Lebensweg des Pastorensohnes, vom kämpferischen Wagner-Verehrer bis zum altersweisen Urheber des monumentalen „Christus — Mysteriums", ist das Spiegelbild einer aufregenden Zeit. Die Gesamtaufführungen dieser wahrscheinlich größten sakralen Komposition aller Zeiten in Berlin und in Draesekes „Wahlheimat" Dresden konnte der fast völlig ertaubte Meister zwar nicht mehr hören, aber er erlebte sie trotzdem als Erfüllung eines großen Traumes.
Felix Draeseke konnte sich nicht mehr dagegen wehren, dass man ihn in der dunkelsten Zeit deutscher Geschichte als-Sinnbild- des -„kühnen- deutschen _Recken" _missbrauchte. Diese postume „braune Einfärbung" mag einer der Gründe dafür sein, dass man ihn und seine wunderbare Musik nach dem zweiten Weltkrieg lange Zeit mit Missachtung strafte. Möge diese Biografie mithelfen, die von der „Internationalen Draeseke - Gesellschaft" mit viel Enthusiasmus betriebene Renaissance zu beschleunigen.

Außer dem Quellenverzeichnis und einem umfangreichen Personen-register enthält das Buch auch das komplette Verzeichnis aller musika-lischen Werke von Felix Draeseke

Ladenpreis: 15.00 Euro –
IDG - Mitglieder zahlen für das Buch 10.00 Euro

Dr. Roland Würtz überreichte der Mitgliederversammlung am 4. Juni das abgebildete Relief mit einer Darstellung des 24jährigen Draeseke.

Flavio Orellano, Florenz - Relief - Darstellung des 24jährigen Felix Draeseke
Flavio Orellano, Florenz - Relief - Darstellung des 24jährigen Felix Draeseke

Drei Jubiläumsjahre zu Felix Draeseke

2011 - 25 Jahre INTERNATIONALE DRAESEKE GESELLSCHAFT
Auszug aus dem Gründungsprotokoll:
Auf Einladung von Herrn Udo-Rainer Follert aus 4803 Steinhagen, Apfel-straße 18, fanden sich am Sonnabend, dem 21. Juni 1986 um 12.30 Uhr laut Anwesenheisliste 34 Personen im Andromedasaal des Schlosses Ehrenburg in Coburg ein, um die Internationale Draeseke Gesellschaft zu gründen. Die Versammlung leitete Herr Udo-Rainer Follert, als Protokollführer fungierte Herr Manfred Wittmann, der Leiter des Kultur- und Schulamtes der Stadt Co-burg.

Dieses Ereignis jährt sich am 21. Juni 2011 zum 25. Mal und soll im Rahmen der Jahrestagung vom 23. bis 26. Juni 2011 festlich bedacht werden. Geplant sind: Festakt – Konzert – Wissenschaftliches Symposium - Festlicher Gottesdienst. Weit im Voraus wird zur JT 2011 schon heute herzlich eingeladen!
Unsere Mitglieder und Freunde sind sehr gebeten, sich diesen Termin vorzumerken!

2012 - 100 Jahre Gesamtaufführungen des CHRISTUS Mysteriums

CHRISTUS Mysteriums  1912

Ankündigung der Berliner Aufführung aus der Dokumentation des Bruno Kittelschen Chores, Berlin, Oktober 1912. Die erste Gesamtaufführung fand im Februar 1912 in Berlin, die zweite im Mai des gleichen Jahres in Dresden.
Die IDG hat in den Jahren von 2005 bis 2010 die Partituren für das Gesamtwerk herstellen lassen. Bisher lagen nur die Partituren zum Vorspiel sowie zum Dritten Oratorium gedruckt vor. Die Oratorien I und II nur als Handschriften. Gedrucktes Orchestermaterial gab es über-haupt nicht. Dies hat sich mit dem Einsatz der IDG für eine Druckle-gung des Gesamtwerkes nunmehr grundlegend geändert. Partituren und Materiale gibt es für sämtliche Teile.

Seitens der IDG wird nun eine Initiative gestartet mit dem Ziel, die Kantoreien,  Konzert- und Oratorienchöre in Deutschland erneut auf das Werk und seine epochale Bedeutung hinzuweisen wie auch auf die gänzlich ins Positive gewendete Material – Situation. Es wird sich zeigen, wer sich wo einer solchen Herausforderung zu stellen bereit ist.

Erste zaghafte Kontakte und Anfragen bestehen bereits, jedoch wäre es noch zu früh, sich hier unbegründete Hoffnungen zu machen.

2013100. Todestag von Felix Draeseke
Am 26. Februar 1913 starb Felix Draeseke in Dresden, und 2013 bietet die 100. Wiederkehr seines Todestages ausreichend Anlass, sich mit  Draeseke und seinem Gesamtwerk besonders intensiv auseinan-der zu setzen. Die IDG wir auch auf diese Gelegenheit sozusagen „flächendeckend“ hinweisen und für eine Befassung mit allen Gattungen seines musikalischen Gesamtwerkes werben.

Informationen zu besonderen Ereignissen, Konzerten und Rundfunksendungen mit Werken Draesekes

Raum für alle hat die Erde. Unter diesem Titel stand eine Musik mit Kompositionen von Felix Draeseke, die am Freitag, dem 13. März 2010 um 16.00 Uhr im Saal des Evangelischen Gemeindezentrums Walloner Kirche in der Neustädter Straße in Magdeburg stattfand.

Die Draeseke – Werke erklangen im Rahmen eines konzertanten Gottesdienstes anlässlich des 80. Geburtstages von  Brigitte Draeseke

Brigitte Draeseke„Dona Brigitta“ – wie sie ob ihres vor-bildlichen Engagements für die Werke unseres Meisters gelegentlich mit Re-spekt auch genannt wird,  hatte ein ansprechendes Programm zusam-mengestellt, ausgeführt von Anita Bader, Sopran und Jovan Mitic am Flügel. So kamen zwei der Geistlichen Lieder aus Opus 75 zu Gehör: Dem Herrn sei Lob und Ehr und Er hört dich; ferner zwei Frühlingsgrüße aus Opus 61 und 78: Es geht ein lindes Wehen sowie Frühling, Frühling, kommst du wieder. Die vier Draeseke – Lieder standen sehr glücklich neben ebenfalls vier Liedern von Johannes Brahms, und wieder einmal konnte der aufmerksame Zuhörer erkennen: hier singen zwei gleichwertige „klassizistische Brüder“ ihre Lieder. Der Pianist rundete das Programm seinerseits mit einer Wiedergabe von Draesek-es „Petite histoire“ opus 9 ab, und gab so diesem gelungenen Geburts-agsständchen einen würdigen Schluss.

Die zahlreich erschienenen Gäste – der Saal war bis zum letzten Platz besetzt – dankten den beiden Künstlern mit reichem Beifall und hielten sich auch mit Ovationen in Richtung der Jubilarin nicht zurück.

Vor Ort war auch eine Delegation der IDG. Uta Helene und Udo-Rainer Follert nahmen die lange Reise an die mittlere Elbe auf sich, überbrachten die Glückwünsche des Vorstandes der IDG persönlich und überreichten als sichtbares Zeichen der Anerkennung der Verdienste von Brigitte Draeseke das noch druckfrische erste Exemplar der neuen Draeseke – Biographie von Hans Hoffmann.

Frau Draeseke ist kurz nach der Gründung 1986 Mitglied der IDG ge-worden und hat sich aktiv für die Wiederbelebung von Draesekes Musik eingesetzt. In Magdeburg initiierte sie über viele Jahre hinweg die Draeseke – Konzerte in der Galerie Himmelreich und ebnete auch die Wege für die Durchführung einer ganzen Jahrestagung in Magdeburg, wo einst der Bischoff Bernhard Draeseke seine kernigen Predigten ga-halten hat.

Wir nehmen diesen Bericht zum Anlass, auch an dieser Stelle und im Kontext zum geschilderten Anlass für Mitarbeit und Engagement von Frau Brigitte Draeseke sehr herzlich Dank zu sagen.

Zu einem ganz außergewöhnlichen Konzert lud im Frühjahr der Freundeskreis Naturhorn e.V. nach Bad Dürkheim ein:

Konzert

Programm
Felix Draeseke  Adagio op. 31 für Horn und Klavier

Robert Schumann Drei Fantasien aus „Kreisleriana" op. 16
Nr.1 Äußerst bewegt - Nr.2 Sehr innig und nicht zu rasch –
Nr. 3 Sehr aufgeregt

Felix Draeseke  Romanze op. 32 für Horn und Klavier

Pause

Felix Draeseke  Konzert für Horn und Orchester
Andante con moto-Larghetto-Tempo I (in einem Satz)
Nach dem „Symphonischen Andante für Violoncello und großes Orchester"
WoO 11, 1876 - Bearbeitung für Horn und Klavier, sowie Kadenzen von Wolfgang Müller-Steinbach
Wilhelm Bruns, Horn
Wolfgang Müller-Steinbach, Klavier

Zum Konzert erschien in der RHEINPFALZ am 17. März 2010 diese Rezension von Annette Weigert –

Eine Entdeckung

- wobei entscheidend und zutreffend „Eine Entdeckung“ zu lesen ist, 
und wir hier gerne den ganzen Wortlaut lesbar wiedergeben:

Eine Entdeckung!
Matineekonzert in der Ungsteiner Naturhornakademie widmet sich dem lange verges-senen Spätromantiker Felix Draeseke            
VON ANNETTE WEIGERT
BAD DÜRKHEIM.

Einen fast vergessenen spätromantischen Komponisten wieder zu entdecken und seine Musik neu kennenzulernen, ist für die ausübenden Künstler wie für das daran teilhabende Publikum ein spannendes Ereignis. So war auch die dem Werk Felix Draesekes (1835-1913) gewidmete Matinee am Sonntag in der Naturhorn-akademie in Ungstein mit neugierigen Musikfreunden gut besucht, wenn auch nicht ausgelastet.
Der Frankenthaler Pianist und Komponist Professor Wolfgang Müller-Steinbach, der sich, seit ihn die Internationale Draeseke Gesellschaft vor Jahren auf den Komponi-sten aufmerksam gemacht hat, mit Enthusiasmus für die Musik Draesekes einsetzt, hatte sich an den Hornisten Wilhelm Bruns, Hausherr der Naturhornakademie, ge-wandt, um ihn für einige der Draeseke-Werke für Horn und Klavier zu interessieren. Darunter war auch eine Horn-Transkription eines „Symphonischen Andantes für (ursprünglich vorgesehenes) Violoncello und großes Orchester" WoO 11 von 1876. Dies war die Vorgeschichte der Sonntagsmatinee.

Müller-Steinbach, 2008 mit der Herausgabe dieses Werkes und der Erstellung eines Klavierauszuges betraut, bemerkte, dass die Themen des Cello-Solopartes sich auch bestens für das Solohorn eigneten und entschloss sich daher, die Vorlage entspre-chend umzuarbeiten. Da das Andante nicht ganz vollständig war - einige geplante Kadenzen des Soloinstrumentes waren nur mit Worten kurz skizziert -, ergänzte Müller-Steinbach selbst das Material, zumal er überzeugt ist, dass die Hornfassung den „romantischen" Charakter des Werkes noch deutlicher hervorhebt. Bis auf eine nicht erfolgreiche Darbietung einer Bearbeitung 1935 war das Andante nie aufgeführt worden. Diesem Stück war der zweite Konzertteil vorbehalten.

Das Programm begann allerdings mit anderen Werken: zunächst einem „Adagio op. 31" für Horn und Klavier von Draeseke. Da die spätromantischen Kompositionen nach den Ausdrucksmöglichkeiten eines Ventilhorns verlangten, spielte Wilhelm Bruns an diesem Morgen ausnahmsweise einmal kein Naturhorn. Zu Beginn sprangen den Zuhörer die schroffen Klanggegensätze von Horn und Klavier geradezu an, gefolgt von sanftmütigerem Aufeinanderzugehen. Dabei gefielen vor allem die rhythmischen und tempomäßigen Varianten im Stück. Mitunter schien die Klangausbeute des Horns der des Klaviers überlegen.

Anschließend hatte Müller-Steinbach das Auditorium ganz für sich alleine. Seine Interpretation der Drei Fantasien aus „Kreisleriana" op. 16 von Robert Schumann war von überaus elegantem Stil geprägt. Seine Brillanz stellte sich fast nebensächlich dar. In einem Moment wurde sie bewusst und versteckte sich doch fast augenblicklich wieder hinter dem musikalischen Geschehen, ganz der Aussage hingegeben. So erschloss sich die energetische Spannung fast unterschwellig, die Weichheit des Anschlages korrespondierte und differenzierte zwischen bezaubernder Dynamik und abgeklärter Noblesse.  Draesekes „Romanze op. 32" für Horn und Klavier beschloss den ersten Teil. Hier entzückten besonders die sinnliche, wunderschöne Melodik, der hornmäßige Schluss und die einmütige Harmonie zwischen den beiden Künstlern: Das Publikum war angetan und applaudierte lebhaft.

Nach der Pause führte der Pianist dann engagiert die Eigenheiten des wiederent-deckten Symphonischen Andantes vor. Die Komposition überzeugte durch in der Tat beglückende, sehr „romantische" Melodien (Motive), die sich am besten im Zusam-menspiel von Horn und Klavier entfalteten, voll sinfonisch–großgestiger Energie und Aussagekraft. Bisweilen erschien das Horn zu dominant, da hätte man sich gern den Klangvergleich von Horn zu sinfonischem Orchester gewünscht, was hoffentlich bald auch einmal zu hören sein wird. Sehr eigenwillig waren die Passagen mit den vielen variantenreichen, technisch anspruchsvollen Hornkadenzen, von Bruns bestechend dargestellt. Da spürte man die Begeisterung Müller-Steinbachs ob des innovativen Kompositionsstils Draesekes. Seine Kadenzen waren in Sachen Innovation Draeseke durchaus gleichwertig. In wunderbar inniger Finalgeste, ging das Stück dann zu Ende.Die Freude der Besucher am Konzert war deutlich hörbar beim Schlussapplaus, während dem veranstaltenden Freundeskreis Naturhorn der Dank für ein so hochwertiges Ereignis gebührt.

Dazu dürfen wir erinnern: Partitur und Stimmen zum „Sinfonischen Andante“ – freilich in der originalen Cello – Fassung sind durch die IDG beim Nordsternverlag Stuttgart im Druck erschienen. Einer Aufführung mit vollem sinfonischem Apparat steht nichts mehr im Wege.

Draesekes Musik wird gesendet:
05.03.2010 ARD – Nachtkonzert – Werke von Graupner Draeseke, Wagenseil 06.04.2010 BR – Klassik …Draeseke „Fata morgana“ Opus 13
14.05.2010 BR – Klassik – Cantabile – Lieder von Draeseke
15.05.2010 BR – Oliver Triendl spielt Klaviermusik von Draeseke
19.05.2010 BR – Klassik – Werke von Draeseke – keine Angaben
23.08.2010 ARD – Nachtkonzert Draeseke, Sinfonie Nr. 4 e-moll – NDR Radiophilharmonie – Peter Weigle
30.08. 2010 BR - Klassik / Kissinger Liederwerkstatt 2009 u.a. Lieder von Draeseke Dank an Peter Pfeil – FKG – für diese und andere Hinweise.

2009 haben Uta Helene Follert und Udo-Rainer Follert Geistliche Lieder Opus 75 von Felix Draeseke in mehreren Kirchenkonzerten gegeben. Die Bearbeitungen für Gesang und Orgel stammen von Udo-Rainer Follert.
15.11.2009 – Peterskirche Kirchheimbolanden
26.09.2009 – Johanneskirche Speyer - West
20.09.2009 – Gedächtniskirche Speyer
29.08.2009 – St. Leonhardkirche Bad Köstritz
16.08.2009 – Alexander Kirche Marbach

Uta Helene Follert sang Draesekes „König in Thule“  -
10.01.2010 – Saal des Evangelischen Gemeindehauses Leichlingen
17.01.2010 -  Saal des Gemeindehauses der Johanneskirche Speyer
27.01.2010 -  Historischer Ratssaal Speyer

Friedrich-Kiel-GesellschaftWeitere Gedenktage 2010
Die befreundete Friedrich-Kiel-Gesellschaft gedenkt in mehreren Veranstaltungen des 125. Todestages von Fr. Kiel (gest. am 13. September 1885 in Berlin). Wir geben das mitgeteilte Programm bekannt
und wünschen via Herrn Peter Pfeil dem Vorstand der FKG gutes Gelingen bei den Vorbereitungen zu allen Veranstaltungen und Konzerten.

Am 16. Januar 2010 jährte sich zum 75. Male der Todestag des in Erfurt und Weimar lehrenden und schaffenden Komponisten und Diri-genten Richard Wetz, einem vergessenen Musiker, dessen musikalisches Gesamtwerk in neuerer Zeit wieder mehr Beachtung findet. Als Dirigent hat sich Richard Wetz für Draeseke sehr stark gemacht und dirigierte in Draesekes Todesjahr 1913 in Gotha z.B. das Dritte Christus-Oratorium „Tod und Sieg des Herrn“.
Am 20. August 2010 wurde im Festsaal des Erfurter Rathauses im Rahmen einer Gedenkstunde ein Buch zu Wetz vorgestellt: „Richard Wetz(1875 – 1935) Ein Komponist aus Erfurt“. (Hsg. Stadtarchiv Erfurt)

Übergabe bedeutender Schätze an das Draeseke – Archiv in der Landesbibliothek Coburg

Auszug aus dem Übergabeprotokoll: Am 2. Dezember 2009 wurde die „Sammlung H. Ebert, Noten und Schriften von Felix Draeseke“ von Herrn Heinz Ebert (…) an die Lan-desbibliothek Coburg zur Eingliederung in das Depot der Internationalen Draeseke Gesellschaft übergeben.
- Signaturen -

Diese Sammlung von Heinz Ebert besteht aus 135 Titeln und umfasst nahezu das gesamte musikalische Schaffen Draesekes in Erstdrucken oder Kopien von solchen, wie auch Textbücher und theoretische Schriften. Von ganz großer Bedeutung ist dabei Heinz Eberts lückenlose Sammlung des Schrifttums zur Rezeption Draesekes.  Hier findet sich von 1884 bis 2009 alles, was an Programmen, Rezensionen, Plakaten etc. für eine geschlossene Dokumentation gebraucht wird.
Heinz Ebert
Heinz Ebert konnte in der Vergangenheit sehr vielen Künstlern und Musikwissen-schaftlern Hilfestellung geben, wenn sie sich intensiv um die Wiederbelebung von Draesekes Werken kümmern wollten und Noten oder anderes Material benötigten. Aus seiner großen Sammlung heraus konnte er alle bedienen. Eine lückenlose Darstellung der neueren Draeseke – Renaissance, der Geschichte der IDG also ist gewährleistet, weil Heinz Ebert – ein Enthusiast für Draesekes Musik von Jugend auf – auch hier jede noch so kleine Notiz fleißig gesammelt und aufbewahrt hat. Mit der Übergabe der Sammlung an die LB Coburg ist nunmehr sicher-gestellt, dass das reiche Material der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Für seine unermüdliche Sammeltätigkeit auf dem Gebiet „Felix Draeseke“ und seine aktive Unterstützung aller Bemühungen um Draesekes Werk gebühren Heinz Ebert Dank, Anerkennung und hoher Respekt. Heinz Ebert ist Mitbegründer der IDG und seit deren Bestehen auch im Vorstand als Verwalter der Finanzen tätig und – unentbehrlich.

Nikolai Gustav von StruveDraeseke – Schüler

Durch Vermittlung von unserem IDG – Mitglied, Herrn Dr. Harald Bachmann erreichte uns aus Nürnberg eine sehr interessante Anfrage zu einem Schüler von Felix Draeseke, und es ist zu wünschen, dass dadurch die noch ausstehende Beschäftigung mit Draese-kes Schülerkreis angeregt wird und sich neue und interessante Erkenntnisse ergeben.

Robert Herrmann Sterl, enger Freunddes russischen Komponisten Nikolai von Struve, portraitierte 1907 dessen Lehrer Felix Draeseke
Robert Herrmann Sterl, enger Freunddes russischen Komponisten Nikolai von Struve, portraitierte 1907 dessen Lehrer Felix Draeseke

Die Anfrage zielt auf den russischen Komponisten Nikolai Gustav von Struve (1875 – 1920), der sich seit 1899 mit dem deutschen Impresionisten Robert Herrmann Sterl anfreundete, mit dem er mehrere Reisen nach Russland unternahm. Vom Dresdener Akademieprofessor Robert Sterl stammt bekanntlich das Ölportrait von Felix Draeseke (siehe Bd. III), welches 1907 entstand, mithin im Jahr der „Konfusion in der Tonkunst“. Bei der o.g. Anfrage geht es um evtl. Nachweise zu Nikolai von Struve im Nachlass von Draeseke. Man teilt uns mit, dass derzeit in Russland das Interesse an diesem Draeseke – Schüler, der auch ein enger Freund von Rachmaninov und dem berühmten Dirigenten Kussewitzky war, stark zunimmt und damit auch an seinem Lehrer Felix Draeseke. Der Name des Nikolai von Struve kommt im II. Band der Röder – Biographie dreimal vor. Die Aufarbeitung des seit langem anstehenden Themas „Draeseke – Briefe“ und die Veröffentlichung derselben ist also das Gebot der Stunde, und die IDG wird sich dieser Aufgabe zuwenden.

Nikolai von Struve komponierte „Deutsche Romanzen“ und widmete sie seinem Lehrer Draeseke. 2009 erschien in Russland eine CD mit Vokalwerken des von Struve.
Über vorliegende Forschungsergebnisse zum Komponisten Nikolai von Struve werden wir demnächst weitere Einzelheiten mitteilen und uns sicher auch bald mit seiner Musik beschäftigen können.

Mit tiefer Betroffenheit mussten wir im Juli 2010 eine weitere Trauerbotschaft zur Kenntnis nehmen: Martin Jacob zum Gedächtnis

Martin Jacob zum GedächtnisSehr geehrter Herr Lange,
Sie haben uns am 22. Juli 2010 Kenntnis davon gegeben, dass Martin Jacob am 19. Juli 2010 verstorben ist. Ich danke Ihnen für die Nachricht, die mich persönlich sehr berührt und traurig gemacht hat.
Ich habe keine Kenntnis, ob Sie diese Zeilen an Angehörige weiterleiten können oder möchten, aber im Namen des Vorstandes und vor allem persönlich möchte ich unserem guten Freund Martin Jacob einige wenige Worte widmen.
Herr Martin Jacob ist Zeit seines Lebens ein begeisterter Chorsänger gewesen und hat, soweit ich mich an seine Berichte erinnere, seiner heimischen Kantorei in Barmen bis zuletzt die Treue gehalten. Fast ein bisschen schade, dass es seinem Wunsche entsprechend keinen Platz gibt, wo man diesem treuen Menschen ein dankbares Lebewohl hätte singen können.

Martin Jacob näherte sich vor vielen Jahren unserer Gesellschaft, welche die Musik des Felix Draeseke fördert, und er kannte die Musik dieses Meisters schon aus den fünfziger Jahren, als nämlich 1958 der Generalmusikdirektor Professor Martin Stephanie ein Werk von Felix Draeseke aufgeführt hatte, und wo Herr Jacob dabei war und mitgesungen hat. Es handelte sich bei jenem Draeseke – Werk um das sehr edle Requiem in h-Moll, Opus 22. Das ist wohl eine sehr schicksalhafte Fügung gewesen, denn genau mit einer Aufführung von diesem Werk setzte 1982 im Dom zu Altenberg bei Köln die neuere Draeseke – Bewegung ein, zu der dann Martin Jacob vor einigen Jahren als treues Mitglied hinzukam.

Martin Jacob besuchte die Jahrestagungen und Versammlungen der IDG durch einige Jahre hindurch und zeigte reges Interesse an der Forschungs- und Förderarbeit der Gesellschaft. Auf die Einladung zur Jahrestagung im vergangenen Juni 2010 reagierte Martin Jacob und entschuldigte sich, weil nach seiner Mitteilung ein Aufenthalt im Krankenhaus unumgänglich sei, und er hoffte auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr. Nun hat ihn eine schwere Krankheit abberufen, und wir haben als die Weiterwandernden zu respektieren, dass Martin Jacob auf seine Weise still und anonym in die Ewigkeit eingehen wollte. Ich möchte diesen edlen und musischen Menschen Martin Jacob, der als Mitglied und Förderer die Musik von Felix Draeseke bekannt zu machen half, die Anfangsworte zurufen, mit denen jenes Requiem von Meister Felix Draeseke beginnt:

„Gib ihnen die ewige Ruhe, o Herr,
und das ewige Licht möge ihnen leuchten“.

In stiller Verbundenheit mit allen Menschen, die Martin Jacob gekannt haben und in vornehmer Verneigung vor diesem abgeschlossenen Leben grüßen in ehrendem Gedenken namens des Vorstandes und ihrer Mitglieder
Udo Follert

Herzliche Glückwünsche!
Am 5. Juli 2010 feierte unser Präsident, Prof. Dr. Helmut Loos in Leipzig seinen
60. Geburtstag

Helmut LoosDie INTERNATIONALE DRAESELE GESELLSCHAFT gratuliert und wünscht dem Jubilar alles erdenklich Gute, neben persönlichem Glück und beruflichem Erfolg freilich besonders eine gute Gesundheit.

Helmut Loos gehört zu den Gründern unserer Gesellschaft und hat sich von Anfang an für die wissenschaftliche Erforschung von Werk und Leben Felix Draesekes eingesetzt. Die Schriftenreihe der Veröffentlichungen der IDG hat er ebenfalls von Beginn an in seine Hände genommen und maßgebliche Experten für die Mitarbeit gewonnen. Dafür möchten Vorstand und die Schar der Mitglieder ihren herzlichen Dank zum Ausdruck bringen.

Einen 60. Geburtstag könnte man leicht vergleichen mit dem Einbiegen eines Marathonläufers ins Stadion, der nunmehr die letzten Meter einer sehr langen Strecke zu bewältigen  hat, und es rückt ein gewisses Ziel vor das innere und vor das sehende Auge. Auf diesen letzten Metern wünsche ich meinem Freund und Mitstreiter Helmut Loos eine stabile Gesundheit, die man zum Durchhalten braucht. Und weil wir alle ihm von Herzen wünschen, dass er dieses Ziel unbeschadet erreichen mag, so möge er   – trotz der anfeuernd applaudierenden Menge – die letzten Runden vor Einbiegen in die Zielgerade ruhig angehen. Und solange Helmut Loos noch „im Stadion“ seine Runden dreht, werden sich unser Meister Felix und seine Anhänger über eine zielstrebig rege Fortsetzung seiner wertvollen musikwissenschaftlichen Forschertätig-keit auch weiterhin sehr freuen.


Liebe Freunde und Mitglieder:

Bei der 25. Jahrestagung vom 23. bis 26. Juni 2011 steht in Coburg wieder ein musikwissenschaftliches Symposium im Brennpunkt der Tagung, und Prof. Dr. Helmut Loos wird es vorbereiten.

Herzliche Einladung an alle Mitglieder!
Termine bitte vormerken

Roland KluttigRoland Kluttig ist der neue GMD am Landestheater in Coburg und beginnt mit der neuen Saison seine künst-lerische Arbeit. Dazu wünscht die IDG Glück und Erfolg.

Der gebürtige Sachse hat sein musikalisches Handwerk in Dresden gelernt.

Wenn ein Dirigent in Dresden studiert hat und nach Coburg engagiert wird, darf man davon ausgehen, dass Felix Draeseke und seine großen Orchesterwerke sozusagen „im Gepäck“ sind.

Schloss zu HeiligenbergDas fürstliche Schloss zu Heiligenberg ist (noch) nicht der neue Sitz der IDG; dieser befindet sich aber nur einen Steinwurf davon entfernt. Im Schloss gibt es gelegentlich Konzerte – und die Zukunft ist offen. 
Hier nochmals die neue Adresse:
IDG – KMD Udo-Rainer Follert
Fürstenbergstraße 9                
D-88633 Heiligenberg    
Telefon: 07554 – 9899 522          
E-Mail: urfollertlkmd@t-online.de

Mitglieder der IDG
Stadt Bad Rodach - Dr. Harald Bachmann, 96450 Coburg - Prof. Hans-Dieter Bauer, 96450 Coburg - Prof. Dr. Wolfgang  Behrens-Baumann, 39120 Magdeburg - Hubertus  Beucke, 82515 Wolfratshausen - Ursula Birwe, 33619Bielefeld - Thomas Blees, 51503 Rösrath-Kleineichen - Sigrid Brandenburg, 25899 Galmsbüll - Dr. Hans-Peter Braun, 67346 Speyer - Walter Bresch, 72293 Glatten - Ursula Bresch- Richter, 74189 Weinsberg - Stadt Coburg, Albrecht Tauer, Leiter Kulturabteilung Brigitte Draeseke, 39124 Magdeburg - Alfred Dreher, 74072 Heilbronn Heinz und Sieglinde Ebert, 96465 Neustadt - Dr. Jürgen Erdmann, 96450 Coburg Jerry Wayne Felmlee, 50672 Köln - KMD Udo-Rainer und Uta Helene Follert, 88633 Heiligenberg – Bernhard - Forster, 96472 Rödental - Georg Günther, 70193 Stuttgart - Prof. Dr. Michael Heinemann, 01445  Radebeul - Markus Ewald, 96450 Coburg - Roland Holler, 97295 Waldbrunn - Sibylle Istel-Schulenberg, 42651 Solingen - Willi und Inge Johnigk, 47661 Issum - Cornelia Kerlé 61352 Bad Homburg - Dr. Michael Kube, 72076 Tübingen - Theodor Künzi, CH-36 13 Steffisburg Landesbibliothek Coburg, 96450 Coburg - Landkreis Coburg, 96450 Coburg - Marina Lang, 01159 Dresden - Edeltraut Lappan, 42799 Leichlingen - Uta Leber,  21039 Hamburg - Dr. Armin Liebau, 28209 Bremen - Dr. Ingeborg Liebau, 30177 Hannover - Prof Dr. Helmut Loos, 04103 Leipzig - Peter Lücker, 67273 Bobenheim am Berg - Dr. Helga Lühning, 53177 Bonn - Marie-Luise Martin, 761 35 Karlsruhe - KMD Lothar Mohn, 30926 Seelze - Prof. Wolfgang Müller-Steinbach und Beate Steinbach, 67227 Frankenthal - Kurt Oberlack, 42799 Leichlingen - Carlo und Irmgard Padilla, 47661 Issum - Dr. Rudolf Priesner, 96450 Coburg - KMD Prof. Hermann Rau, 74080 Heilbronn - Dr. Matthias Rebhan, 90765 Fürth - Hermann Joseph Repplinger, A 9020 Klagenfurt - Annerose Röder, 96489 Niederfüllbach - Rechtsanwalt, Stefan P.L Romansky, 53113 Bonn - Hans Röthling, 96472 Rödental - Dr. Matthias Schäfers, 33102 Paderborn - Dr. Christoph Schlüren, 80799 München  - Anka Sommer 141 29 Berlin - Torsten Sterzik, 98646 Hildburghausen -Dr. Friedbert Streller, 01069 Dresden - Dr. Dr. Ulrich und Irmgard Tammler, 53121 Bonn - Prof. Evelinde Trenkner, 23566 Lübeck - Margarethe und Peter Trilck, 42799 Leichlingen - Dr. Friedrich u. Erika Vial, 42799 Leichlingen - Dr. Matthias Wiegandt, 79104 Freiburg /Br. - Gisela Wiemer, 51399 Burscheid - Ingrid und Dr. Roland Würtz, 67273 Weisenheim                   
Ehrenmitglied der IDG                                                                                   
Prof. Walter Opp, 8520 Erlangen - Rudolf Potyra, 96465 Neustadt         
Freunde, Interessenten und Förderer der IDG
Dr. Rudolf Benl, 99096 Erfurt  - Dr. Claudia Förster, 96465 Neustadt – Prof. Dr. Bernhard Follert, Vero Beach, FL. USA - Berthold Gaß, 97656 Oberelsnbach - KMD Christian Glöckner, 98617 Meiningen - Knut Gramß, 96476 Bad Rodach KMD Herbert Hildebrand,16341 Zepernik  - Dr. Hans Hoffmann, A-5310 Mondsee - Alan Howe, Clacton-on-Sea, Essex, Großbritannien Kirchengemeinde St. Moriz, 96450 Coburg - Dr. Harald Krebs, 53177 Bonn - Dr. Ottomar Kröckel, 96515 Sonneberg - Kunstverein Coburg, Kurt Neun, 96450 Coburg - Christian Lambour, A-1060 Wien Buchhandlung RIEMANN, 96450 Coburg - Rückertkreis Rodach, Rainer Möbus, 96476 Rodach - Prof. Dr. Wilhelm Seidel, 69151 Neckarsgmünd - Robert Selinger 70734 Fellbach - Carl Smith A 8010 Graz - Dr. Angelika Tasler, 85586 Poing - Barbara Thiem, Fort Collins, Colorado 80526, USA 
Fördergesellschaften und –gruppen im Kontakt mit der IDG         
Friedrich Kiel Gesellschaft, Peter Pfeil, 31863 Coppenbrügge
Forschungsgruppe Nikolai von Struve, Dr. Jochen Haeusler, 90491 Nürnberg         
Heinrich von Herzogenberg Gesellschaft,  Christoph Jakobi, St. Ingbert
Joachim-Raff-Gesellschaft, Volker Tosta, 70192 Stuttgart       
Scharwenka-Gesellschaft e.V.,Prof. Evelinde Trenkner Lübeck

Hier geben wir eine Übersicht zu den Schriften - und Werkausgaben der IDG

Veröffentlichungen der Internationalen Draeseke Gesellschaft (IDG)
I. Schriftenreihe herausgegeben von Prof. Dr. Helmut Loos
Band I Felix Draeseke, Schriften 1855 – 1861
Gutiérrez-Denhoff / Helmut Loos - 24,00 €
Band II  Draeseke und Liszt, Draesekes Liedschaffen
Tagungen 1987 und 1988 in Coburg; Lühning / Loos -  24,00 €
Band III Felix Draeseke; Chronik seines Lebens
Guiérrez-Denhoff / Loos - 17,00 €
Band IV Die Konfusion in der Musik
Felix Draesekes Kampfschrift von 1906 und ihre Folgen
Shigihara /  Loos - 25,00 €
Babd. V „Zum Schaffen von Felix Draeseke:
Instrumentalwerke und geistliche Musik“
Tagungen Coburg 1990 und Dresden 1991; Loos - 25,00 €
Band VI Deutsche Oper zwischen Wagner und Strauss
Tagungsbericht Dresden 1993
mit einem Anhang von der Draeseke – Tagung Coburg 1996
Döhring / Jahn / Loos - 25,00 €
Band VII Felix Draeseke – Musikgeschichtliche Vorlesungen
Heinemann / Kietz 2007 - 25,00 €
Sonderband  Felix Draeseke – Ein Großer unter den Vergessenen
Biographie – Werkverzeichnis, Hans Hoffmann, 2010 - 15,00 €

II. Musikwerke in Neudrucken herausgegeben von Udo-Rainer Follert
Band I 0pus  6, Sonata für Klavier c-Moll, Wollenweber München 1988
mit einem Vorwort von Udo-Rainer Follert - 12,50 €
Band II Opus 22, Requiem h-Moll, Klavierauszug, Strube München
mit Vorwort und Werkeinführung von Udo-Rainer Follert - 10,00 €
Band III Opus 35, Streichquartett Nr. 2 e-Moll, Wollenweber München 1990
mit einem Vorwort von Udo-Rainer Follert - 15,00 €
Band IV, V und VI Opus. 70-73, CHRISTUS - Mysterium
Bärenreiter Kassel mit einem Vorwort von Udo-Rainer Follert (vergriffen)
Band VII Opus 77, Quintett für Streicher F-Dur, Wollenweber München 1992
mit einem Vorwort von Udo-Rainer Follert - 15,00 €
Band VIII Opus 66, Streichquartett Nr. 3 cis-Moll,  Wollenweber  München 1994
mit einem Vorwort von Udo-Rainer Follert - 15,00 €
Band IX Opus 27, Streichquartett Nr. 1 c-Moll, Wollenweber  München 1996
mit einem Vorwort von Udo-Rainer Follert - 15,00€
Band X WoO 26, Sonate für Viola und Klavier Nr. 2 F-Dur, Wollenweber München  1997, Erstausgabe nach dem Autograph, hrsg. von William James Lawson  mit einem Vorwort von Udo-Rainer Follert - 15,00 €
Band XI WoO 38 Sinfonie Nr. 4 e-Moll  - Sinfonia comica, Nordstern Stuttgart 1996,
Erstausgabe nach dem Autograph, Partitur und Stimmen mit einem Vorwort von Udo-Rainer Follert - Preise auf Anfrage
Band XII Sämtliche Kompositionen für Violoncello und Klavier, Wollenweber München 2000, Opus 7 Ballade h-Moll, Opus 11 Barcarole, Op. 51 Sonate für D-Dur;
Nach den Quellen neu herausgegeben von Wolfgang Müller-Steinbach mit einem Vorwort von Udo-Rainer Follert - 15,00 €
Band XIII WoO Ouvertüre zur Oper Bertran de Born, Partitur Nordstern Stuttgart 2004
Erstausgabe nach dem Autograph von Volker Tosta und  mit einem Vorwort von Alan H. Krueck – Leihmaterial - Preis auf Anfrage
Band XIV WoO 25 Quintett für Streicher (Stelzner-Instrumente) Wollenweber München 2005, Erstausgabe nach dem Autograph und mit einem Vorwort von Udo-Rainer Follert
Band XV Opus 40 Symphonia Tragica, Partitur und Stimmen, Nordstern Stuttgart 2004, nach dem Autograph neu herausgegeben und mit einem Vorwort von Udo-Rainer Follert
Band XVI  Opus 70 CHRISTUS MYSTERIUM Vorspiel – Die Geburt des Herrn
Band XVII Opus 71 CHRISTUS MYSTERIUM Oratorium 1 – Christi Weihe
Band XVIII Opus 72 CHRISTUS MYSTERIUM Oratorium 2 – Christus der Prophet
Band IX Opus 73 CHRISTUS MYSTERIUM Oratorium 3 – Tod und Sieg des Herrn
Partitur und Stimmen nach dem Autograph neu herausgegeben von Udo-Rainer Follert, Anfragen bei der IDG
Band XX a  WoO 11, Sinfonisches Andante für Violoncello und großes Orchester, Partitur und Stimmen Erstausgabe nach dem Autograph von Wolfgang Müller-Steinbach mit einem Vorwort von Alan H. Krueck - Leihmaterial -
Band XX b  WoO 11, Sinfonisches Andante KlA, Nordstern Stuttgart 2010,
Preise auf Anfrage
Band XI a + b in Vorbereitung: WoO 15 Violinkonzert in e-Moll                                                     

Veröffentlichungen in verschiedenen Verlagen:
Op. 22 Benedictus für vierstimmigen Chor und Orgel
Eingerichtet und hrsg. von Udo-Rainer Follert in der Reihe Bärenreiter Kassel, BA 6911
Op.38 Sonate für Klarinette und Klavier,  B-Dur
Neudruck, Wollenweber München 1985
Op. 41 „Die Heinzelmännchen“, Konzertstück für gemischten Chor
Neuausgabe Kistner & Siegel & Co Köln 1983
mit einem Vorwort von Udo-Rainer Follert
Op. 42 Kanonische Rätsel für Klavier zu 4 Händen
Neuausgabe, Wollenweber München 1988
mit einem Vorwort von Udo-Rainer Follert
Op. 55 Salvum fac regem, Motette für 6stg. gemischten Chor
Neudruck Strube München, 1991 Edition 1605
Hrsg. und mit Orgel ad lib.  eingerichtet von Udo-Rainer Follert
Op. 57 Vier Geistliche Gesänge für 4 – 6stg. gemischten Chor
Neudruck Strube München, 1991, Edition 1601-04, in Einzelausgaben
Hrsg. und mit Orgel ad lib. eingerichtet von Udo-Rainer Follert 
Op. 59 Psalm 23 für 3stg. Frauen- oder Knabenchor
Neudruck Chorheft Pfalz 1991, Nr. 10, Strube  München, Edition 1241
Hrsg. von Udo-Rainer Follert
Op. 60 Große Messe in fis-moll für Solisten, Chor und Orchester
Neuausgabe Klavierauszug Strube München 1988, Edition 1106
Partitur und Aufführungsmaterial leihweise über IDG
Op. 85 Große Messe a-moll für gemischten Chor a capella
Neuausgabe Partitur Edition Kunzelmann 1984 GM 1114
hrsg. mit einem Vorwort von Udo-Rainer Follert
 
Werke ohne Opuszahl
WoO 21 Sonate für Viola und Klavier Nr. 1 c-moll
Neuausgabe Wollenweber München, 1985

Im Übrigen steht jedermann die sehr informative Website der IDG zur Verfügung -  betreut und ständig ausgebaut von Professor Bob Rej, USA: www.draeseke.org

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KMD Udo-Rainer Follert
Fürstenbergstraße 9                
D-88633 Heiligenberg

Telefon: 07554 – 9899 522
E-Mail: urfollertlkmd@t-online.de

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